November 4

Die 3 wichtigsten Kennzahlen für Selfpublisher

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Viele Selfpublisher schauen regelmäßig auf ihre Verkaufszahlen. Wie viele Bücher wurden verkauft? Wie viele Exemplare sind noch hinzugekommen? Und hat die letzte Werbeaktion etwas gebracht?

Doch Verkäufe allein erzählen nur einen Teil der Geschichte. Wer sein Buchmarketing verbessern möchte, sollte auch andere Kennzahlen im Blick behalten. Denn manchmal liegt das Problem nicht am Buch selbst, sondern daran, dass es zu wenige Menschen erreichen oder überzeugen kann.

Drei Kennzahlen sind dabei besonders hilfreich.

Klickrate: Wird Ihr Buch überhaupt wahrgenommen?

Die Klickrate zeigt, wie viele Menschen auf eine Anzeige, einen Newsletter-Link oder einen anderen Werbebeitrag klicken, nachdem sie ihn gesehen haben.

Ein Beispiel: Ihre Buchanzeige wird 1.000-mal eingeblendet und erhält 30 Klicks. Das entspricht einer Klickrate von 3 Prozent.

Eine niedrige Klickrate kann verschiedene Ursachen haben:

  • Das Cover spricht die Zielgruppe nicht ausreichend an.
  • Der Werbetext weckt zu wenig Interesse.
  • Die Anzeige erreicht nicht die passenden Leser.
  • Das beworbene Genre ist nicht auf den ersten Blick erkennbar.

Die Klickrate hilft Ihnen also dabei, den ersten Eindruck Ihres Buches zu überprüfen. Wenn kaum jemand klickt, sollten Sie zunächst Ihre Werbung hinterfragen, bevor Sie das Buch selbst infrage stellen.

Conversion Rate: Wie viele Interessenten kaufen tatsächlich?

Ein Klick bedeutet noch keinen Verkauf. Vielleicht interessiert sich jemand für Ihr Buch, schaut sich die Produktseite an und entscheidet sich anschließend doch dagegen.

Genau hier kommt die Conversion Rate ins Spiel. Sie beschreibt, wie viele Besucher einer Produktseite tatsächlich einen Kauf tätigen.

Angenommen, 100 Menschen besuchen Ihre Buchseite und fünf davon kaufen das eBook. Ihre Conversion Rate beträgt dann 5 Prozent.

Ist dieser Wert niedrig, lohnt sich ein genauer Blick auf die Produktpräsentation:

  • Passt das Cover zum Genre?
  • Macht der Klappentext neugierig?
  • Ist der Preis angemessen?
  • Sind bereits Rezensionen vorhanden, die Vertrauen schaffen?
  • Überzeugt die Leseprobe?

Eine hohe Klickrate bei gleichzeitig niedriger Conversion Rate kann ein wichtiger Hinweis sein: Ihre Werbung weckt Interesse, aber die Buchseite überzeugt noch nicht ausreichend.

Kosten pro Verkauf: Lohnt sich Ihre Werbung?

Wer Geld in Buchanzeigen investiert, sollte nicht nur auf die Anzahl der Klicks schauen. Entscheidend ist, was ein tatsächlicher Verkauf kostet.

Ein einfaches Beispiel:

Sie investieren 20 Euro in eine Werbeanzeige und erzielen damit zehn Buchverkäufe. Ein Verkauf kostet Sie somit durchschnittlich zwei Euro Werbebudget.

Jetzt wird es interessant: Wie hoch ist Ihr tatsächlicher Erlös pro verkauftem Buch?

Wenn Sie beispielsweise 1,50 Euro pro eBook verdienen, geben Sie mehr für die Werbung aus, als Sie unmittelbar einnehmen. Das bedeutet allerdings nicht automatisch, dass die Kampagne erfolglos war. Bei einer Buchreihe kann ein günstiger erster Band neue Leser gewinnen, die später weitere Titel kaufen.

Trotzdem sollten Sie Ihre Werbekosten regelmäßig mit den tatsächlichen Einnahmen vergleichen. Nur so erkennen Sie, welche Kampagnen wirtschaftlich sinnvoll sind.

Zahlen regelmäßig vergleichen statt nur beobachten

Einzelne Werte sind wenig aussagekräftig. Erst wenn Sie Entwicklungen über einen längeren Zeitraum verfolgen, erkennen Sie Zusammenhänge.

Vergleichen Sie beispielsweise verschiedene Werbeanzeigen, Buchcover oder Preisaktionen. Welche Variante erzielt mehr Klicks? Welche führt zu mehr Verkäufen? Und bei welcher bleibt am Ende tatsächlich etwas übrig?

Wichtig ist dabei, möglichst immer nur einzelne Faktoren zu verändern. So können Sie besser nachvollziehen, was für die Verbesserung verantwortlich war.

Fazit

Selfpublishing bedeutet nicht nur, gute Bücher zu schreiben. Wer langfristig erfolgreich sein möchte, sollte auch die Zahlen hinter dem Buchmarketing verstehen.

Klickrate, Conversion Rate und Kosten pro Verkauf liefern wertvolle Hinweise darauf, wo Potenzial verschenkt wird.

Sie müssen dafür kein Marketingprofi sein und auch nicht täglich umfangreiche Statistiken auswerten. Schon ein regelmäßiger Blick auf diese drei Kennzahlen kann helfen, Werbebudget gezielter einzusetzen, Schwachstellen zu erkennen und bessere Entscheidungen für die nächste Veröffentlichung zu treffen.

Denn erfolgreiche Buchvermarktung beginnt nicht mit möglichst viel Werbung, sondern damit, zu verstehen, welche Werbung tatsächlich funktioniert.


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